Der innere Schweinehund

Die letzten Wochen waren ruhig bei mir, meine Arbeit konzentriert sich auch die Monate April – Oktober, daher hab ich in den Wintermonaten weniger zu tun und sitze eher nur im Büro rum um Ideen zu spinnen, netzuworken oder Däumchen zu drehen. Kein Wunder, dass ich mich nicht ausgelastet fühle und letzte Nacht nichtmal richtig einfschlafen konnte.

Da habe ich heue einfach mal beschlossen mich wiedermal körperlich zu betätigen. Laufschuhe aus dem Schrank geholt und das Preisschild abgemacht – ist ja nicht so, als würden die neuen Schuhe nicht schon knapp ein Jahr auf ihren ersten Einsatz warten. Früher mal – vor mittlerweile 10 Jahren – war ich öfters mal laufen. Ich konnte dabei den Kopf so herrlich frei kriegen.

Heute war das allerdings anders. Nach nur 400 Meter fing dieses Stechen in der Lunge an, ich konnte kaum noch atmen. Oh Mann, ich hab das irgendwie leichter in Erinnerung. Also abwechselnd gehen und laufen, das wird schon. Mir kommen locker flockig hüpfende Menschen entgegend während ich keuchend versuche nicht gleich tot umzukippen. Obwohl ich das Rauchen vor fast 2 Jahren (so gut wie) aufgegeben habe, verfluche ich jede einzelne Zigarette, die ich manchmal immer noch rauche.

Für eine Strecke von 2,4 Kilometern hab ich ganze 21 Minuten gebraucht. Paradoxerweise bekomme ich unbändige Lust auf ein Bier und eine Zigarette als ich die Wohnung wieder erreiche.

Weil ich aber grad so gut in Fahrt bin, lege ich noch ein kleines Pilates Training hinterher. Pilates mache ich eigentlich gerne. Hauptsächlich weil ich das Gefühl geil finde, wenn danach der Schmerz vom vielen Dehnen nachlässt. Aber auch da habe ich so meine Probleme heute, hab’s einfach lange schleifen lassen. Obwohl ich es im Sommer wirklich täglich oder alle 2 Tage gemacht habe.

Als ich endlcih fertig mit der masochistischen Sporteinlage bin, verdrücke ich einen Riesenteller Hähnchencurry mit Reis, das noch von gestern übrig ist. Gefolgt von einem Schokomuffin. Aber wenigstens den inneren Schweinehund habe ich besiegt.

Notiz an  mich selbst: Dringend mit Sport und Ernährung und Multipler Sklerose beschäftigen.

Jetzt trink ich erstmal ein Bier!

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