Spritzentherapie

Wow, es ist schon einen Monat her, dass ich hier was geschrieben hab. Es hat sich in der Zwischenzeit eigentlich nicht viel getan außer dass ich endlich den Termin mit meiner neuen Neurologin aka Dr. Spaßbremse hatte. Möchte vorausschicken, dass sie bei diesem Termin nicht so spaßbremsig aufgetreten ist wie die Male davor und ich sogar das ein oder andre Lächeln in ihrem Gesicht gesehen hab. Steht ihr gut, sollte sie öfter in ihren Alltag einbauen.

Zurück zum Thema: Meine MRT Befunde zeigen zum ersten Mal auch Flecken. Jetzt habe ich es im wahrsten Sinne auch schwarz auf weiß: irgendwas ist da kaputt im Hirn. Komisches Gefühl zu wissen dass da irgendwas abgestorben ist und einen Fleck hinterlassen hat und ich selbst absolut nichts tun kann.

Da auch meine Lumbalpunktion (Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit) vor 3 Jahren bereits ein eindeutiges Ergebnis geliefert hat und ich mind. zwei Schübe an zwei verschiedenen Körperstellen hatte ist es hiermit in Stein gemeißelt. Nicht, dass es mir die letzten drei Jahre nicht schon klar gewesen wäre, aber man hofft ja irgendwie immer noch im hintersten Stübchen, dass es vielleicht eine Fehldiagnose war und ich was ganz andres, sehr seltenes und schwer zu diagnostizierendes hab (Gut, die Frage ist dann: will ich lieber was andres, sehr seltens und schwer zu diagnostizierendes haben?!)

Jedenfalls habe ich bei diesem Termin nichts Neues gelernt:

Ich habe MS. Es ist nicht vererbbar. Man könne weder mit Ernährung noch sonst was es wirklich beeinflussen (natürlich schadet es sich nicht gesund zu ernähren, ist schon klar!). Die Zukunft bringt eben was die Zukunft bringt.

Nächster Schritt: Ich solle mich für eine Spritzentherapie entscheiden. Möglich sind täglich spritzen, alle zwei Tage, 2-3 Mal die Woche und einmal die Woche. Letzteres muss halt in den Muskel und nicht nur unter die Haut gespritzt werden und ist daher etwas anders, aber auch das kann mittlerweile zuhause selbst gemacht werden. Ich solle mir Zeit nehmen darüber nachzudenken. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, worüber man da nachdenken muss – ich will möglichst selten spritzen also will ich die einmal/Woche Variante. Nebenwirkungen haben wie ja doch alle und sich selber spritzen ist immer unangenehm – also warum sollte irgendjemand überhaupt was andres wählen als nur einmal die Woche?!

Natürlich habe ich es bis dato nicht geschafft mir einen Termin zur Spritzenschulung zu holen. Man muss ja erstmal lernen sich eine Nadel in den Muskel zu rammen, da gibt’s ja einiges zu beachten. Außerdem muss ich mich für einen Wochentag entscheiden wo ich das mache, am nächsten Tag gehts einem nämlich wohl auch nicht so gut. Da ich einen sehr unregelmäßigen Job habe und dadurch auch viel reise (vor allem am Wochenende) werde ich mich für Dienstag entscheiden und hoffen dass ich zwischen meinen fotografischen Aufträgen und Buchungen das alles über die Bühne bringe.

Melde mich wieder, diesmal früher – versprochen!

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2 Gedanken zu „Spritzentherapie

  1. Hey!
    Bei mir war auch einmal in der Woche spritzen die einzig logische Loesung, obwohl ich mittlerweile schon auf was haerteres umsteigen musste.
    Jedenfalls immer vor den schlafen gehen spritzen, dann kann man alle nebenwirkungen verpennen. 🙂 zumindest wars bei mir so. ich hatte dann am naechsten tag nie probleme. ich hab das avonex dann teilweise auch am wochenende noch vorm weggehen gespritzt etc. und hatte wirklich NIE probleme (zugegeben: ich hab anfangs immer was fiebersenkendes dazu gebraucht). hat alles wunderbar geklappt.
    ausserdem wenn du viel reist sowieso das einzig wahre, da dus ja bis zu eine woche bei raumtemperatur aufbewahren kannst UND fuer laengere auslandsaufethalte gibt es das avonex auch zum selben zam mischen. das kann beliebig lange bei raumtempteratur aufbewahrt werden. damit war ich 2 monate in thailand und laos. alles easy, nur nicht unterkriegen lassen (boah wie ich diesen satz eigentlich HASSE, sorry)

  2. Na ja, zu überlegen gab´s aus unserer Sicht doch so manches: unter die Haut kann man an vielen Stellen im Körper spritzen, in den Muskel geht an weniger Stellen. Nachdem die Stellen der Spritze dann oft reagieren, sollte man nicht zu oft an der selben Stelle stechen. Außerdem haben die Spritzen unter die Haut nicht so starke Nebenwirkungen, dh man ist am nächsten Tag trotzdem normal einsatzfähig. Uns wurde empfohlen, am Abend zu spritzen, denn dann würde man die Nebenwirkungen meist gut „überschlafen“ können.
    Ich halte dir die Daumen, dass du die für dich passendste Variante herausfindest und das Medikament gut verträgst! Alles Gute, Barbara

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